Das dem staatlichen GPSnet des Bundesstaats Victoria ähnliche Netz SmartNet Aus wird von verschiedensten Branchen eingesetzt, darunter Landvermessung, Bauwesen und Kommunalverwaltungen. Der Einsatz derartiger Netze ist auch in anderen Teilen der Welt weit verbreitet, z. B. in den Vereinigten Staaten, in denen das Verkehrsministerium im ganzen Land Netzwerk-RTK-Lösungen aufbaut.
Im Gegensatz zu kommunal betriebenen Netzen, deren Präzision von der nächsten Basisstation abhängt, braucht man bei echten Netzwerk-RTK-Lösungen wie SmartNet Aus keinen Gedanken an Basisstationen zu verschwenden, denn die Präzision ist bei 5 km Entfernung ebenso gut wie bei 50 km! Der Grund hierfür ist, dass mehrere Basisstationen an einen zentralen Internetserver angeschlossen sind. Beim Ausfall einer Basis passt das Netz das eigene Modell an und funktioniert weiterhin mit derselben 2-cm-Präzision, die bei der Landvermessung gefordert wird. Derartige Netze vermeiden auch Probleme im Zusammenhang mit unterbrochenen Sichtlinien und die Notwendigkeit kostspieliger Funksysteme, um die Reichweite zu erhöhen.
Pringles Ag Plus, ein Wiederverkäufer von Leica Geosystems auf der australischen Eyre-Halbinsel, ist so von der Technik und ihren Vorteilen für Kunden überzeugt, dass das Unternehmen in die CORS-Lösung durch die Erweiterung von SmartNet Aus um vier weitere Basisistationen investiert hat.
„Für Pringles ist das CORS-Netz, d. h. das Continually Operating Reference System, eine neue, spannende Erweiterung unseres Produktangebots, das Kunden bislang ungeahnte Vorteile bietet“, so Direktor Craig Walker. „Wir haben in Wudinna, Kimba, Cleve und Lock Basisstationen errichtet, die Kunden unabhängig von privaten Basisstationen oder Türmen in direkter Sichtlinie 2-cm-Präzision bieten.“
Kunden haben über das Leica mojoRTK-Autolenksystem mit integriertem NextG™-Modem Zugang zu SmartNet Aus und können direkt darauf zugreifen. Doch auch Kunden in Gebieten mit schwachem NextG-Signal sollten sich nicht abschrecken lassen, da die für den Betrieb des Netzes erforderliche Signalstärke deutlich geringer ist als die für ein- oder ausgehende Telefongespräche. Craig erläutert: „Wenn man auf dem Handy Kurznachrichten empfangen kann, dann hat man höchstwahrscheinlich auch auf die für den Netzwerkbetrieb erforderliche Datenfrequenz Zugriff.” 
Mark und Tony Pym aus Avon bearbeiten großflächig über 1200 Hektar Ernteland im mittleren Norden. Sie nutzen SmartNet Aus bereits seit 12 Monaten mit einem Leica mojoRTK-Autolenksystem.
„Wir haben vergangenes Jahr für die Aussaat auf das mojoRTK-System aufgerüstet und fanden seine Genauigkeit und Wieder-holbarkeit einfach unfehlbar“, so Mark. „Die Nutzung eines CORS-Netzwerks ist sehr einfach, denn man kann zwischen Feldern verschiedener Betriebe hin- und herfahren, ohne zwischen verschiedenen Basisstationen umschalten zu müssen. Das war für uns besonders attraktiv. Wir haben letztes Jahr auf Vertragsbasis Aussaaten durchgeführt und dabei etwa 20 km von unserem Betrieb entfernt gearbeitet. Wir hatten keinerlei Probleme mit Ausfällen oder Interferenzen. Für uns hat das Netzwerk-RTK diese Probe bravourös bestanden, und das auch in Gegenden, wo der Handyempfang schlecht war.“
Für Mark waren die günstigen Kosten einer der entscheidenden Faktoren. „Man bezahlt nur für die tatsächliche Netzwerknutzung, und wir brauchen die 2cm-Präzision nur bei der Aussaat, der Ernte und der Einbringung von Heu. Wenn wir sprühen oder ausbringen, reicht uns die Doppelfrequenz-Glide-Funktion mit 25 cm Genauigkeit.“
Die einzigen Geräte, die Mark und Tony kaufen mussten, um Autolenkung mit dem Netzwerk nutzen zu können, waren Leica’s netzwerkfähige mojoRTK-Konsole und eine Lenklösung). „Einer der größten Vorteile des mojoRTK-Systems ist die Fähigkeit, bestehende Geräte zu nutzen und die Konsole problemlos zwischen Fahrzeugen umzusetzen.“